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Sardinien
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Hier
muß ich noch ein wenig aufräumen glaube ich!! Andi |
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Daten & Fakten im
Überblick
Geographische Lage und Fläche: Sardinien ist
die zweitgrösste Insel Italiens. Die Insel im Zentrum des östlichen Mittelmeers erstreckt
sich über 24.090 km2. Die Nord-Süd-Ausdehnung beträgt 270 km, die
Ost-West-Ausdehnung 145 km. Im Vergleich zu den anderen Inseln des Mittelmeers ist Sardiniens
Entfernung zum Festland weitaus grösser: 190 km zum italienischen Festland und 180 km nach
Tunesien. In unmittelbarer Nähe liegt hingegen eine andere Insel, Korsika, deren Entfernung
nur 12 km (Strasse von Bonifacio) beträgt. Die höchsten Berge der Insel sind: Die Punta
Lamarmora mit ihren 1834 Metern, der Bruncu Spina mit seinen 1829 Metern und die Punta Corrasi mit
ihren 1463 Metern. Der längste Fluss ist der Tirso mit seinen 150 km; er mündet bei
Oristano. Auf stolze 120 km bringt es aber auch der bei Muravera mündende Fluss Flumendosa.
Für Schiffe befahrbar ist einzig der Temo; er mündet bei Bosa. Auf der Insel gibt es
übrigens nur einen einzigen natürlichen Süsswassersee: Den Lago Baratz bei Alghero.
Bei den anderen Seen handelt es sich um Stauseen, wie etwa der Lago Omodeo, der Lago del Coghinas
und der Lago Flumendosa. Zauberhafte Lagunenseen, an denen noch seltene Vogelarten leben, zieren
die Feuchtgebiete vor den Küsten Sardiniens: So zum Beispiel der Stagno di Cabras bei
Oristano, der Stagno di Santa Gilla bei Cagliari und noch viele mehr. Einwohnerzahl: Sardinien
gehört zu den Gebieten Europas mit der niedrigsten Bevölkerungsdichte. Insgesamt leben
auf Sardinien 1.644.000 Einwohner, von denen allein 400.000 in Cagliari, der Metropole Sardiniens
und dessen Umgebung wohnen. Sassari zählt hingegen ca. 120.000, Alghero ca. 37.000, Nuoro ca.
36.000, Carbonia ca. 33.000, Iglesias ca. 30.000 und Oristano ca. 29.000 Bewohner. Sprache: Nach
dem Spanischen Erbfolgekrieg, Anfang des 18. Jh., wurde auf Sardinien der Wechsel von der
spanischen zur piemontesisch-savoyischen Herrschaft vollzogen: In dem neuen
sardisch-piemontesischen Königreich war von nun an nicht mehr Kastilisch oder Katalanisch,
sondern Italienisch die Amtsprache. Und das ist auch heute noch so. Die Sprache der Sarden ist
jedoch das Sardische, eine romanische Sprache, die dem Latein und dem Spanischen in Wortschatz und
Lautstand sehr ähnelt. Die meisten Sarden sind somit zweisprachig gross geworden. In den
vielen kleinen Dörfern der Bergregionen ist die Landessprache Italienisch für Kinder und
ältere Menschen oft nicht die Muttersprache, sondern die erste Fremdsprache. In den
Tourismuszentren sind die geläufigsten Fremdsprachen Englisch und Französisch. An vielen
Schulen Sardiniens wird, Dank des Projekts Lingua 2000, seit kurzem auch Deutsch unterrichtet. Die
Schüler können dann, ausser der Pflichtsprache - Englisch oder Französische -
zusätzlich eine zweite Sprache (Wahlfach) belegen. Viele Schüler machen von dieser
Möglichkeit Gebrauch. Die Geschichte Sardiniens vor 8.000 v. Chr.(Altsteinzeit) Erste Spuren
der Besiedlung in der Nähe von Perfugas. ab 6.000 v. Chr.(Jungsteinzeit) Keramiken mit
einfachen Dekorationen, Waffen und Werkzeuge. ab 4.000 v. ChrBonuighinu-Kultur mit entwickelterem
Ackerbau. Kult der "Dea Madre" (Muttergöttin), Abbau von Obsidian (vulkanisches
Gesteinsglas) am Monte Arci. Handel mit Korsika, Süditalien und Südfrankreich, wo
Artefakte aus sardischem Obsidian gefunden wurden. Ende des 4. Jahrtausends und zu Beginn des 3.
errichten die Menschen grosse Gräberanlagen, die sog. "Domus de Janas"
("Feenhäuser") und Kultstätten wie in Pranu Mutteddu und Monte d'Accoddi (San
Michele-Kultur). ab ca. 2.700 v. Chr.Beginn des Eneolitico - die Kupferzeit. ab 1.800 v.
Chr.Età Nuragica - die Bronze- und Eisenzeit 1.800 - 1.500 v. Chr.Erste Proto-Nuraghen und
Menhire. 1.500 - 1.200 v. Chr. 1.200 - 900 v. Chr.Nuraghen-Komplexe wie Barumini, Santu Antine und
Sa Domu e S'Orcu in Orroli, sowie Brunnen-Heiligtümer. 900 - 500 v. Chr.Entwicklung von
Dörfern wie Serra Orrio, Barumini und Tiscali, Statuen aus Stein und Bronze (sog.
"Bronzetti"). ab 900 v. Chr.Auftauchen der Phönizier, die ab dem 7. Jh. Städte
gründen: Karali (Cagliari), Nora (Pula), Bythia (Chia), Sulki (Sant'Antioco), Tharros (bei
Oristano). 520-510 v. Chr.Die von den Phöniziern abstammenden Karthager oder Punier erobern
Sardinien. 238 v. Chr.Die Römer erobern die Insel nach einem Söldneraufstand, nachdem die
Landungsversuche 259 und 258 v. Chr. von den Sardo-Puniern zurückgeschlagen worden waren.
216-215 v. Chr.Aufstand des Ampsicora, der sich mit den Fellsarden verbündete, wird in der
Schlacht von Cornus 215 v. Chr. besiegt. Damit verliert Karthago Sardinien endgültig. Die
lange Herrschaft Roms hinterlässt tiefe Spuren, in der Sprache wie in den Infrastrukturen
(Strassennetz, Siedlungen wie Porto Torres, Valentia, Forum Traiani). 456 n. Chr.Sardinien wird von
den Wandalen erobert. 534Sardinien kommt als Provinz des Exarchats Afrika zum Byzantinischen Reich,
mit einem Judex Provinciae als oberstem Verwalter. 705-1000Arabische Versuche, die Insel unter ihre
Kontrolle zu bekommen, sog. Sarazenen-Überfälle, die bis ins 19. Jhdt. dauern
(Sant'Antioco, 1815). ab 900Bildung der vier Judikate Torres, Gallura, Arborea und Cagliari, die
von Judices (Richtern) geführt werden. Diese Entwicklung wird durch das Machtvakuum
ermöglicht, das durch den Druck der Araber auf Byzanz ausgelöst wurde. 1015Der Emir von
Denia (Spanien) versucht, Sardinien zu erobern, wird aber mit Hilfe Genuas und Pisas von den Sarden
zurückgeschlagen. Der Papst hatte die Intervention dieser italienischen Städte gefordert.
Beginnn der jahrhundertelangen Auseinandersetzung um die Vorherrschaft in Sardinien zwischen Genua
und Pisa. 1297Papst Bonifaz VIII. belehnt Jakob II. von Aragon mit dem Königreich Sardinien.
1323Kronprinz Don Alfonso von Aragon beginnt die Eroberung der Insel. 1409Schlacht von Sanluri,
Aragon herrscht über ganz Sardinien. 1470Schlacht bei Macomer, endgültige Konsolidierung
der Macht Aragons. 1479Durch die Heirat Ferdinands II. von Aragon und Isabels von Kastilien
entsteht das Königreich Spanien, somit wird Sardinien spanisch. 1713Sardinien fällt mit
dem Frieden von Utrecht an Österreich. 1718Sardinien wird dem Herzog von Savoyen zugesprochen.
1720Viktor Amadeus II. von Savoyen wird im Gegenzug auf den Verzicht auf Sizilien König von
Sardinien. 1760Italienisch wird Schul- und Amtssprache. 1795nach Aufständen und
Hungersnöten wird das Bauernheer von Giovanni Maria Angioy bei Oristano vernichtend
geschlagen. 1796König Viktor Emanuel I. flieht von Turin nach Cagliari. 1815Rückkehr des
Königs nach Turin, Versuch von Reformen durch Kronprinz Carlo Felice, was zu Unruhen
führt. 1823Das Gesetz "delle Chiudende", das das Gemeindeland demjenigen in Besitz
gibt, der es einzäunt, stürzt die Hirten und Besitzlosen in grössere Not und
begünstigt die Besitzenden. 1847Ende des Königreichs Sardiniens als eigenständige
Einheit, Vereinigung mit dem Piemont. Die erhoffte Verbesserung der sozialen und wirtschaftlichen
Verhältnisse findet nicht statt. 1860Gründung der Königlichen Anglo-Italienischen
Gesellschaft der Sardischen Eisenbahnen. 1883Fertigstellung der Eisenbahnlinien Cagliari-Sassari
und Olbia/Golfo Aranci. Durch die Abholzung der Wälder auch und vor allem für
Eisenbahnschwellen auf dem Festland versteppen weite Teile der Landschaft. 1904In Buggerru wird ein
Bergarbeiterstreik blutig niedergeschlagen, von dort nimmt der erste nationale Streik seinen
Ausgang. 1915-18Die Brigata Sassari zeichnet sich im Ersten Weltkrieg im Kampf gegen
Österreich und Deutschland aus. 1921Veteranen der Brigata Sassari gründen die Sardische
Aktionspartei, Partito Sardo d'Azione (PsdA). Die Machtübernahme Mussolinis und der Faschismus
verhindern jedoch den Erfolg der Arbeit der Partei. 1943Sardinien als wichtiger
Militärstützpunkt wird von den Alliierten bombardiert. In Cagliari werden ca. 75% der
Häuser beschädigt oder zerstört. 1948Die Republik Italien räumt Sardinien den
Status einer Autonomen Region ein, deren Kompetenz jedoch weit hinter der anderer autonomer
Regionen wie Sizilien oder Südtirol-Trento zurückbleibt. 1949Ausrottung der Malaria mit
Unterstützung der Rockefeller-Stiftung. 1951Letzte Hungersnot mit folgender grosser
Auswanderungswelle. 1962Prinz Aga Khan gründet das Consorzio Costa Smeralda und läutet
das Zeitalter des Jet-Set-Tourismus in Nordostsardinien ein. 1974Oristano wird vierte sardische
Provinz. 90er JahreVerschiedene Gesetzgebungsinitiativen zur Aufwertung der sardischen Sprache, die
Ende der 90er Jahre tatsächlich zu konkreten Ergebnissen im Bereich der Schulen führen,
wo das Sardische unter bestimmten Bedingungen unterrichtet werden kann. Die Küche der Sarden
Mitte des vorigen Jahrhunderts prägten Inselbeschreibungen das Bild einer primitiven
Esskultur, wo die Bewohner sich ausschliesslich von Brot, Käse, Zwiebeln und Gemüse
ernährten. Geschürt wurde dieser Irrtum durch die Weigerung der Sarden sich den
Neuerungen anzupassen und durch die sture Fortführung alter Traditionen. Heute werden die
inseleigenen Produkte weltweit geschätzt. Das Brot war und ist das Grundnahrungsmittel der
Hirten und Bauern. Etwa hundert verschiedene Brotsorten gibt es auf Sardinien. Sehr beliebt ist das
"pane carasau", ein papierdünnes, knackiges Fladenbrot, dessen Teig mit dem
Nudelholz hauchdünn und rund ausgerollt, in Leinen eingewickelt (wo er aufgehen kann) und im
vorgeheizten Ofen auf einem breiten, glühenden Kastanienholzscheit gebacken wird. Auch der
Käse gilt als Grundnahrungsmittel: Zu allem was die Sarden essen, tischen sie auch Käse
auf. Auch er wird heute noch nach alten Rezepten hergestellt. Die Wahrung traditioneller
Verarbeitungsmethoden unterstützt durch eine moderne Kellertechnik gilt auch für die
Weinerzeugung. Vom Spitzenwein bis zum Tafelwein mit einer besonderen Geschmacksnote findet man
hier alles. Was also zeichnet die gute sardische Küche aus? Der hohe Anspruch an die Frische
und Güte der Zutaten. Einfache Rezepte verwandeln den spröden Charm der sardischen
Grundnahrungsmittel in ein sinnliches Vergnügen, dem selbst Nordeuropäer nicht
wiederstehen. Wenn Ihr eine gemütliche Runde am Tisch mit Familie oder Freunden geplant habt,
dann probiert doch mal eines unserer köstlichen Sammelrezepte aus: Ganz original, wie beim
kochen mit "sa mammixedda"! Auf eine leckere Vorspeise folgt immer ein "primo"
- eine Suppe oder ein Nudelgericht. Auf Sardinien sind es die "Malloreddus" - winzige
Griessklösschen, die mit einer Fleischsauce angerichtet werden, die "Culurgiones" -
eine Art Ravioli, die mit Ricotta, Hackfleisch, Gemüse, Käse und Kräutern
gefüllt werden, oder die "Cassola" - eine aus verschiedenen Fischen zubereitete
Fischsuppe. Eine weitere Spezialität ist die "Merca" - ein Suppengericht bei dem die
Meeräsche zusammen mit einem würzigen Sumpfgrass gekocht wird. Auf einen
"primo" folgt ein "secondo" - ein Fleisch- oder Fischgericht meisst mit
"contorni", Beilagen. Im Mittelpunkt der sardischen Hauptgerichte stehen die
Fleischgerichte vom Lamm, von der jungen Ziege, vom Kalb, doch vor allem vom Spanferkel, dem
"Porceddu". Im allgemeinen wird das Fleisch am Spiess gebraten und dann mit verschiedenen
Kräutern gewürzt. Eine besondere Spezialität sind die Innereien, die gegrillt (is
longus), gebraten und verflochten (sa cordula) und in Därme gefüllt und gegrillt (sa
tratalia) w. Zu einem "secondo" gibt es eigentlich immer ein "contorno", dieser
muss aber im Restaurant extra bestellt werden. Die Leichtigkeit der Mittelmeerküche schreibt
eigentlich immer einen frischen Salat oder gedünstetes Gemüse vor. Da kommen dann die
kleinen Cherrytomaten - die "Camona" -, das Auberginenpüree oder die deftigen Pilze
gerade richtig, noch dazu wenn sie so fettarm sind. Auf Sardinien gibt es auch jede Menge
Süsswaren, die fast immer aus Mandeln oder Nüssen zubereitet werden. Zu besonderen
Anlässen entstehen dann häufig kleinere Kunstwerke aus Zuckerwerk. Zu den
Köstlichkeiten, die auf der Zunge zergehen gehören zum Beispiel die "Sospiros"
aus Ozieri, der "Torrone" aus Tonara und die "Sebadas" - kleine mit frischem
Käse gefüllte und mit bitterem Honig gewürzte Teigtaschen. Dieses und noch
unzähliges anderes Gebäck findet man heute in den meissten Restaurants der Insel. Wie
heisst das auf Italienisch? Cucina sarda - Sardische Küche Ingredienti - Zutaten Pane - Brot
Formaggio - Käse Vino - Wein Acqua - Wasser Ricetta - Rezept Cucinare - Kochen Mangiare -
Essen Bere - Trinken Muggine - Meeräsche Uova di pesce - Rogen Arselle - Venusmuscheln Olio di
oliva - Olivenöl Antipasto - Vorspeise Pasta - Nudeln Zuppa - Suppe Pesce - Fisch Carne
macinata - Hackfleisch Primo piatto - Erster Gang Carne - Fleisch Pesce - Fisch Agnello - Lamm
Capretto - Junge Ziege Porchetto - Ferkel Vitello - Kalb Interiora - Innereien Secondo piatto -
Hauptgericht Verdura - Gemüse Insalata - Salat Fresco - Frisch Cotto - Gekocht Cotto a vapore
- Gedünstet Contorno - Beilage Dolce - Gebäck Zucchero - Zucker Mandorle - Mandeln Noci -
Nüsse Torrone - Nougat Miele - Honig Nachspeise - Dolce Devisen: Zuviel Bargeld mit sich
herumzutragen kann schnell zu Sorgen führen. Taschendiebe haben in der Saison Hochkonjunktur.
Ausserdem gibt es in vielen grösseren Städten Sardiniens genügend Geldinstitute wo
man am Schalter mit der Kreditkarte abheben oder am Automaten Geld mit der EC-Karte ziehen kann.
Wer von außerhalb einreist und nicht über Euro-Banknoten und -Münzen verfügt,
kann bei jeder Bank oder Wechselstube die eigene Währung in Euro tauschen, dazu sind
Personalausweis oder Reisepass erforderlich, außerdem muss man seine Urlaubsadresse angeben.
Wer Urlaub an Orten schätzt, an denen man prima abtauchen kann, sollte sich vorher über
die Öffnungszeiten der Bank informieren. In den kleinen Dörfern gibt es meist nur ein
Geldinstitut und das sorgt manchmal gern für Aufregung: Zum Beispiel, wenn der einzige
Geldautomat ausfällt! Ausserdem sind die Öffnungszeiten nicht einheitlich geregelt. In
der Regel sind Banken von 8:20 bis 13:20 Uhr und von 14:30 bis 16:00 Uhr geöffnet. Wer lieber
nicht in der Bank vorbeischauen möchte - auch schön, denn gängige Kreditkarten, zum
Beispiel Visa, American Express, Euro Card und Diners Club, werden in fast allen
Fachgeschäften, Supermärkten, Hotels und Restaurants angenommen. Wie heisst das auf
Italienisch? Banca - Bank Cassa di risparmio - Sparkasse Bancomat - Geldautomat Carta di credito -
Kreditkarte Cambio - Geldwechsel Orario di apertura - Öffnungszeiten Die Erfahrung zeigt es:
Der Urlaub auf Sardinien ist ganzjährig herrlich! Doch am schönsten ist es sicherlich im
Früh- oder Spätsommer, wenn die Insel bunt wird - die Töne reichen dann von
hellgrün über gelbbraun bis eisblau. Wenn der Sommertrubel noch nicht eingesetzt hat oder
die Insel sich gerade davon erholt. Dann ist es auf Sardinien am allerschönsten! Laue Winde,
wenig Gäste und um die 20 bis 25 Grad warm. Auch die Unterkünfte sind dann viel billiger
als zur Hauptsaison. Dann zeigt sich die Insel von ihrer "blühendsten" Seite. Nichts
ist schöner, als bei lauen Temperaturen am Strand zu liegen - zum Baden ist es noch etwas
kühl, mit Freunden im Freien zu essen und die Flora in ihrer ganzen Pracht zu bestaunen. Auch
wenn die Saison noch nicht begonnen hat, gibt es in diesen Monaten schon ein buntes Programm an
Freizeit- und Sportveranstaltungen. Wassertemperaturen Lufttemperaturen MonatJanuar Februar
März April Mai Juni JuliAugust September Oktober November Dezember Monatsmittelwert13.5
ºC12.9 ºC13.5 ºC14.1 ºC16:0 ºC19.8 ºC21.0 ºC 23.5 ºC22.0
ºC20.1 ºC 17.2 ºC 14.0 ºC MonatJanuarFebruar März April Mai Juni Juli
August September Oktober November Dezember Monatsmittelwert12.0 ºC 11.7 ºC 12.9
ºC14.5 ºC16.5 ºC20.0 ºC22.0 ºC 24.0 ºC22.0 ºC19.4 ºC16.4
ºC12.7 ºC Max20.0 ºC23.5 ºC26.5 ºC28.2 ºC 35.0 ºC34.0
ºC40.3 ºC40.3 ºC39.0 ºC33.0 ºC28.9 ºC 24.0 ºC In der Saison, von
Anfang Juli bis Ende August, macht die unerträglich sengende Hitze vor allem älteren
Menschen und Kindern schwer zu schaffen. Auch herrscht ständig Brandgefahr! Der Boden der
Insel erbebt unter den Schritten der vielen Touristengruppen: Denn dann sind in Italien
Sommerferien. Das Landschaftsbild hat in diesen Monaten etwas "wüstenhaftes" an
sich: Vertrocknete Felder und ausgetrocknete Flussbetten. Dann kann man es eigentlich nur am Strand
aushalten. In diesen Monaten wir übrigens in vielen Dörfern und Städten das Wasser
rationiert. Im Spätsommer oder im Herbst fallen sie dann endlich, die ersehnten Regentropfen
und bringen ein wenig Abkühlung. Die Temperaturen sind erträglich, die Winde lau: Im
Oktober kann zum Beispiel noch gebadet werden. Eigentlich der richtige Zeitpunkt für einen
"Aktiv-Urlaub". Erst im November wird es merklich kühler. Das Herzstück der
Insel ist dann die wunderschöne Flora: Ausgefallene Macchiagewächse, Farne, Pinien,
Oleanderbüsche und Olivenbäume verzaubern die Landschaft. Im Winter ist es eigentlich nie
kälter als 8° C. Doch nass und feucht ist es. Hinzu kommt, dass viele Häuser und
Wohnungen entweder gar nicht oder nur mit einem Kamin geheizt werden. Das ist zwar romantisch doch
manchmal recht ungemütlich, insbesondere wenn man morgens mit steifen Fingern und kalten
Füssen die Kaffemaschine in Gang bringen soll. Der Winter ist ideal für Wanderer oder
"Aktiv-Urlauber", die dann Schritt für Schritt die schönsten Flecken der Insel
für sich haben. Einziges Manko sind die meist tagelang anhaltenden Winterstürme. Was die
wenigsten wissen: Auch auf Sardinien schneit es! In den Bergregionen - meisst zwischen Dezember und
Februar, dann können die Temperaturen auch auf 2-3° C zurückgehen. In dem Ort Fonni
gibt es sogar eine Wintersport-Anlage. Wichtige Adressen: Deutsches Honorarkonsulat Via Raffa
Garzia 9 - Cagliari Tel.: +39/070/307229 Deutsche Botschaft Via Siacci 2c - Roma Tel.:
+39/06/884741 Wie heisst das auf Italienisch? Consolato - Konsulat Documenti - Dokumente Permesso
di soggiorno - Aufenthaltsgenehmigung Carta di identità - Personalausweis Passaporto -
Reisepass Patente - Führerschein Notfälle - Wichtige Telefonnummern Wer ist nicht schon
einmal im Urlaub in eine Notlage geraten? Oft weiss man dann nicht, an wen man sich wenden soll. In
der Saison öffnen in den meissten Touristenzentren "Erste-Hilfe-Stellen": Die
"Guardia Medica Turistica". Hier findet man rund um die Uhr einen Arzt, der einem bei
kleineren Notfällen aus der schwierigen Lage hilft. Bei schlimmeren Fällen sollte man
direkt ins Krankenhaus fahren. Mitglieder einer gesetzlichen Krankenkasse sollten sich vor der
Reise bei ihrer Krankenkasse einen Anspruchsausweis E 111 besorgen. Dafür erhält man bei
der zuständigen italienischen Krankenkasse (A.S.L.) Gutscheine für ärztliche
Behandlungen und Arzneien. Die Gutscheine werden allerdings nur von Ärzten der
Pflichtkrankenversicherung angenommen. Wir empfehlen daher den Abschluss einer privaten
Auslandskrankenversicherung. Wird man von Taschendieben oder Einbrechern heimgesucht, sollte man
sofort zur nächstliegenden Polizeistation gehen und Anzeige erstatten. Ist der Personalausweis
oder der Führerschein weg, muss man nachdem man bei der Polizei war zum Konsulat, um sich
Ersatzpapiere ausstellen zu lassen. Bei Unfällen sollte man eigentlich immer die Polizei
holen. Wird bei Bagatellschäden die Polizei nicht gerufen, sollte man sich trotzdem immer die
Personalien und Versicherungsnummer des Teilnehmers notieren, denn so mancher kurvt hier noch mit
einer abgelaufenen Versicherung durch die Strassen. Wir haben hier die wichtigsten Telefonnummern
für einen eventuellen Notfall aufgelistet. Diese Nummern können kostenlos von jeder
öffentlichen Telefonzelle aus angewählt werden. Leider haben wir die Erfahrung gemacht,
dass nur wenige Anrufe in englischer oder gar deutscher Sprache geführt werden können.
Deshalb ist es immer von Vorteil zumindest ein paar Brocken Italienisch zu sprechen. In Italien
gelten folgende Notrufnummern: 113 Polizei (Polizia) 112 Militärspolizei (Carabinieri) 118
Krankenwagen (Ambulanza) 115 Feuerwehr (Vigili del fuoco) 1530 Küstenwache (Guardia Costiera)
116 Pannenhilfe des Automobil Clubs ACI 1515 Forstverwaltung (Guardia Forestale) Wie heisst das auf
Italienisch? Emergenza - Notfall Aiuto - Hilfe Medico - Arzt Malatia - Krankheit Incidente - Unfall
Bruciaura - Verbrennung Insolazione - Sonnenstich Eritema - Ausschlag Febbre - Fieber Ladri -
Räuber Unser Tipp: Bei einem Notfall sollte man sofort ins nächstliegende Krankenhaus
fahren. Die Notaufnahme ist rund um die Uhr geöffnet. Die Untersuchung und Behandlung in der
Notaufnahme des Krankenhauses ist kostenlos. Befindet sich kein Krankenhaus in der Nähe, kann
man sich an die "Guardia Medica" - den Notarzt - wenden. Allerdings nur ausserhalb der
regulären Öffnungszeiten der Arztpraxen, d.h. nachts oder an Feiertagen. Leider haben
Urlauber die Erfahrung gemacht, dass viele Ärzte weder Englisch noch Deutsch sprechen. Ein
paar Worte Italienisch sind daher von grossem Vorteil. Post Jeder noch so kleine Ort auf Sardinien
hat sein Postamt. In der Regel haben die meisten wochentags von 8:20 bis 13:20 Uhr geöffnet.
In den grösseren Orten haben die Hauptpostämter durchgehend bis 18:30 Uhr geöffnet.
Samstags schliessen die Postämter um 13:20 Uhr. Wer noch nie in einem italienischem Postamt
war, wird sich über die oft langen Schlangen und das Gedränge vor den Schaltern wundern.
Tatsache ist, dass viele Italiener ihre Telefon-, Wasser- und Stromrechnungen immer noch direkt am
Postschalter bezahlen. Hinzu kommt das Heer der Rentner, die sich pünktlich am Monatsende bzw.
am Monatsanfang ihre Rente bar auszahlen lassen. Briefmarken gibt es natürlich am
Postschalter, aber auch im Tabakladen. Postkarten und Briefe ins europäische Ausland
müssen mit einer Briefmarke im Wert von 0,41 Euro frei gemacht werden. Wie heisst das auf
Italienisch? Francobollo - Briefmarke Ufficio postale -Postamt Sportello - Schalter Pacco - Paket
Postacelere - Express Service Posta Prioritaria - Bevorzugte Post Peso - Gewicht Tankstellen -
Bleifrei über die Insel Das sardische Tankstellennetz ist relativ gut ausgebaut. Selbst in den
kleinsten Ortschaften gibt es mindestens eine Tankstelle. Seit Anfang der neunziger Jahre kann auch
auf Sardinien "Bleifrei" getankt werden. Nachdem der Preis der "benzina verde"
(das grüne Benzin), wie die Italiener es nennen, anfangs höher lag als der des
Normalbenzins, ist es heute billiger. Wer sein Auto mit Metangas betreibt, hat es auf Sardinien
etwas schwieriger. Metangastankstellen gibt es fast ausschliesslich in den grossen Städten.
Die Tankstellen sind vormittags von 7:30 bis 12:30 Uhr geöffnet. Nach einer kurzen
Mittagspause öffnen sie dann wieder von 15:30 bis 19:30 Uhr. Wer spät in der Nacht tanken
möchte, fährt eine der Nachttankstellen an. Die Adressen findet man in den lokalen
Tageszeitungen "L'Unione Sarda" oder "La Nuova Sardegna". Fast alle Tankstellen
sind mit einem Tankautomaten ausgestattet. Der funktioniert immer dann, wenn die Tankstelle gerade
geschlossen ist: Also in der Mittagszeit, an Festtagen oder nachts. Die Automaten stehen in der
Regel zwischen den Tanksäulen. Der hier abgebildete Automat funktioniert mit Scheinen. Der
Geldschein wird in die Öffnung (1) gesteckt. Alle Zapfsäulen haben eine Nummer, die sich
auch auf dem Anzeigefeld des Automaten (2) befindet. Man drückt einfach die entsprechende
Taste, wartet bis die grüne Lampe an der Zapfsäule aufleuchtet und kann dann tanken.
Übrigens: Die Tasten zur Auswahl des bleifreien Benzins sind bei älteren Tankautomaten
fast immer grün, daher nicht zu verfehlen! Unser Tipp: Oft kommt es vor, dass man schon einen
Geldschein in den Automaten gesteckt hat, die entsprechende Taste gedrückt hat und dann
vergeblich auf das Aufleuchten der grünen Lampe an der Zapfsäule wartet. Dann ist mit
grösster Sicherheit kein Treibstoff in der Zisterne. In diesem Fall unbedingt den Kassenbon
(3) aufbewahren und dem Tankwart als Beweis vorlegen, sonst gibt es kein Geld zurück. Wie
heisst das auf Italienisch? Distributore - Tankstelle Benzina senza piombo - Bleifrei Gasolio -
Dieselkraftstoff Gas auto - Metangas für Kraftfahrzeuge Autolavaggio - Waschstrasse
Autoricambi - Ersatzteile Cambio olio - Ölwechsel Baronia - Zwischen Traum und Wirklichkeit
Zwischen dem Golf von Olbia und dem Südende des Golfs von Orosei erstreckt sich eine
wunderschöne Landschaft namens "Baronia". Den Namen gaben zwei Barone, die im 15.
Jahrhundert von der spanischen Krone zu Feudalherren ernannt wurden und ihre Ländereien eben
in diesem Gebiet hatten. Auch Aga Khan hätte die Gegend nur allzu gern in seinem Besitz
gewusst, als er 1960 die Insel bereiste. Die Hirten aber verkauften nicht, und so musste der
Ismailitenprinz sich mit der Costa Smeralda zufrieden geben. Heute ist die "Baronia" das
vielleicht beliebteste Urlaubsgebiet Sardiniens, nicht zuletzt wegen der traumhaften Strände.
Von langen, weissen Sandstränden bis zu felsigen Küsten, lassen etliche Badeziele das
Herz höher schlagen . Grössere Städte gibt es wenige, dafür quirlige Ferienorte
an der Küste, wie San Teodoro, Budoni, La Caletta und Cala Gonone. Hier ist im Sommer Jubel,
Trubel, Heiterkeit angesagt. Doch die Region hat weit mehr zu bieten. Im Binnenland scheint die
Hektik des 20. und mittlerweile 21. Jahrhunderts fast keine Spuren hinterlassen zu haben. Die
Gegend entlang der "Orientale Sarda" (SS 125), die von Cagliari nach Olbia führt,
ist mit ihren imposanten Bergen, Feldern und Weinanbaugebieten einfach bezaubernd. Nur wenige
Touristen tasten sich bis hier hervor und überlassen das Land den Hirten und ihren Herden,
obwohl es einiges zu entdecken gibt - archäologische Stätten, geheimnisvolle Grotten und
noch viel mehr. Die "Orientale Sarda" ist die wohl schönste Panoramastrasse
Sardiniens. Sie verbindet die schroffe Bergwildnis mit den karibischen Stränden und verspricht
Abwechslung. Überhaupt ist die "Baronia" eine Subregion voller Kontraste und
dürfte die verschiedensten Touristen ansprechen. Ob man sich nun den Tag über faul in der
Sonne aalen, um sich abends ins turbulente Nightlife zu stürzen, oder sich dem Charme der
Natur hingeben möchte, jeder kommt auf seine Kosten. So schmeckt der Sommer in La Caletta -
Die Boutique del Gelato La Caletta, ein typischer Badeort wenige Kilometer südlich von Posada,
ist bei Touristen vor allem wegen seines endlosen Sandstrandes beliebt. Es besitzt einen
hübschen Hafen, ansonsten aber mangelt es dem Örtchen an sardischem Charme. Wenn schon
nicht wegen architektonischer Grazie, lohnt sich ein Besuch, um in der Boutique del Gelato ein Eis
zu schlecken. Von aussen recht unscheinbar, kann man die kleine Eisdiele inmitten zahlreicher
anderer Gelaterie, die um die Gunst des eishungrigen Kunden buhlen, leicht übersehen. Drinnen
jedoch wartet ein eiskaltes Wunder. 32 Eissorten machen einem die Auswahl nicht gerade leicht. Doch
nicht genug der guten Neuigkeiten, das täglich wechselnde Programm, schöpft aus einem
Repertoire von über 100 verschiedenen Eissorten. Wer hier bei dem obligatorischen Erdbeer,
Vanille, Schokolade bleibt ist selber Schuld. Scheitert der Kunde an der Vielfalt und der
italienischen Sprache, sind die Besitzer gerne behilflich. Und bevor ich nun beginne über
weitere einzelne Lokale oder irgendwelche alten Steine berichte verweise ich auf die Seite
www.sardinien.com . Da habe ich auch die obigen Weisheiten hergenommen. Allerdings gibt es da
natürlich noch mehr zu lesen. |
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